Alumni-Treffen 2010

Zweites Alumni-Treffen der Deutsch-Russischen Gespräche Baden-Baden in Moskau

Das zweite Alumni-Treffen fand vom 13. bis 15. Mai 2010 in Moskau statt, welches gleichzeitig das erste Gesamttreffen der Alumni beider bisheriger Seminardurchgänge war. Die sehr hohe Teilnehmerquote zeigte, dass die jungen Führungskräfte ein großes Interesse an langfristigen persönlichen Beziehungen haben. Die Teilnehmer kamen sehr schnell in einen Dialog und knüpften jahrgangsübergreifend vertrauensvolle Verbindungen.

Beim festlichen Abendessen referierte der neue deutsche Botschafter in Russland, Ulrich Brandenburg, über die Chancen einer deutsch-russischen Modernisierungspartnerschaft. Der Botschafter machte deutlich, dass gerade die junge Generation bei deren Umsetzung eine herausragende Rolle spielt.

Über ganz praktische Erfahrungen deutscher Unternehmen in Russland diskutierten die Alumni am folgenden Tag mit Erwin Trinkl, Head of Representative Office METRO Group Russia, und Michael Harms, Vorstandsvorsitzender der deutsch-russischen Auslandshandelskammer Moskau (AHK). Besondere Beachtung fand hierbei die Compliance-Initiative der AHK, bei der sich bereits über 50 Mitgliedsunternehmen mit ihrer Unterschrift zur Ablehnung und Verfolgung von Korruption verpflichtet haben. Die Meinung der Teilnehmer der Gesprächsrunde zum russischen Markt war eindeutig: auch wenn er gewisse Schwierigkeiten aufweist, ist ein langfristig orientiertes Engagement lohnenswert.

Ein gutes Beispiel erfolgreichen Engagements der deutschen Wirtschaft in Russland konnten die Alumni beim Besuch der Niederlassung der Schattdecor AG in Tschechov erleben. Das mittelständische Unternehmen aus Oberbayern hat vor den Toren Moskaus ein hochmodernes Produktionswerk für Furnierfolien errichtet und nutzt die Chancen des russischen Marktes. Die Werksbesichtigung klang mit einem Grillfest auf Einladung von Harry Purainer, Vorstand Finanzen der Schattdecor AG, aus. Bei Schaschliki und Hefeweizen wurde deutlich, wie gut sich Russland und Deutschland nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht ergänzen.

Mit dem zweiten Alumni-Treffen ist es gelungen, das Netzwerk zwischen deutschen und russischen Führungskräften noch tragfähiger zu gestalten und die junge Generation stärker in die Gestaltung der deutsch-russischen Beziehungen einzubeziehen. Das Netzwerk wird immer größer, der Expertenpool aus beiden Ländern erweitert sich.