Rahmenprogramm

Wie im vergangenen Jahr wurde das intensive Arbeitspensum im Palais Biron durch ein Rahmenprogramm ergänzt. Unter anderem gab es eine Exkursion in den Schwarzwald zum „Networking in Nature“ und einen Besuch der Badischen Stahlwerke in Kehl – auf Einladung von Horst Weitzmann, Eigentümer des Stahlwerks und eine der beeindruckendsten Unternehmerpersönlichkeiten des deutschen Südwestens.

Beim Networking in Nature lernten sich die Seminarteilnehmer besser kennen, indem Sie in einem Waldstück bei Baden-Baden körperliche und geistige Aufgaben in Teamarbeit zu lösen hatten. Den dabei entstandenen Hunger stillten die deutschen und russischen Nachwuchsführungskräfte anschließend in der Nähe von Freiburg. Der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Prof. Dr. Klaus Mangold hatte alle Teilnehmer der Deutsch-Russischen Gespräche Baden-Baden zum Abendessen auf sein Anwesen eingeladen.

Am Mittwochnachmittag stellten sich die Teilnehmer der Baden-Badener Gespräche in einer längeren Runde gegenseitig vor. Anschließend stand ein Besuch bei de Badischen Stahlwerke GmbH in Kehl auf dem Programm, wohin Horst Weitzmann die Gruppe eingeladen hatte. Weitzmann hatte das 1968 gegründete Werk, das auf die Verwertung von Schrott spezialisiert ist, Ende der 1970er Jahre nach einem Konkurs restrukturiert und dann im Zuge eines Management-Buy-outs übernommen. Damals lag der Umsatz bei 150 Millionen D-Mark. Inzwischen kommt die gesamte Gruppe auf drei Milliarden Euro Umsatz. In einem Kurzvortrag schilderte Weitzmann zusammen mit der jetzigen Werksleitung die Entwicklung des Unternehmens, das es dank des Commitments seines Eigentümers auf eine Eigenkapitalquote von 70 Prozent bringt und dank breiter Aufstellung nicht unter der Wirtschaftskrise zu leiden hat. Marlis Weitzmann, Ehefrau des Unternehmers, berichtete über den Deutsch-Polnisch-Russischen Freundeskreis, der auf ihre Initiative hin vor fast 20 Jahren entstand und im Bürohaus des Stahlwerks sein Hauptquartier hat. Der Freundeskreis hat unter anderem ein Kinderheim in Sosnowka bei Kaliningrad aufgebaut.

Am Nachmittag des letzten Veranstaltungstages schloss sich eine Stadtführung durch das sehenswerte Zentrum von Baden-Baden an, ehe im Baden-Badener Club „Rizzi“ weit nach Mitternacht die 2. Deutsch-Russischen Gespräche mit Musik und Tanz zu Ende gingen.