Alumni-Treffen 2014

Sechstes Alumni-Treffen der Deutsch-Russischen Gespräche Baden-Baden in Moskau

Am 6. Alumni-Treffen vom 29. bis 31. Mai 2014 in Moskau nahmen 30 Alumni teil, um das Netzwerk auszubauen und noch engmaschiger zu gestalten.
Routinierte Verhaltensweisen ändern – das lernten die Alumni beim „Dialogue in the Dark“. Verschiedene Aufgaben, die in vollkommener Dunkelheit 90 Minuten lang gemeinsam gelöst werden mussten, betonten die Bedeutung aufmerksamer, interkultureller Kommunikation und sozialer und emotionaler Kompetenz. Die Anleitung übernahmen dabei Blinde und sehbehinderte Menschen.

Die anschließende Diskussion unter den Alumni zeigte, dass sich auch in Russland ein Bewusstsein für die gesellschaftliche Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Handicap entwickelt. Die Paralympischen Spiele im März 2014 in Sotschi gaben hierzu zusätzliche Impulse. Trotz vieler Verbesserungen gibt es aber noch ein enormes Entwicklungspotential, das insbesondere mit der Entwicklung von Social Entrepreneurship genutzt werden könnte.
Beim anschließenden Welcome Dinner mit fantastischem Blick über Moskau diskutierte der neue deutsche Botschafter in Moskau Rüdiger Freiherr von Fritsch mit den Teilnehmern die aktuellen politischen Beziehungen zwischen Russland, der EU und den USA. Der Botschafter betonte, dass es sich um die „schwerste Krise zwischen Ost und West seit Ende des Kalten Krieges“ handelt.

Am zweiten Tag besuchten die Alumni das „Winzavod“ in Moskau. In einer ehemaligen Weinfabrik ist der wahrscheinlich lebendigste Ort für zeitgenössische Malerei und Fotographie im Osten Europas entstanden. Ein Treffpunkt der Kreativszene, der für viele Alumni noch ein Geheimtipp war. Bei einem Unterneh-mensbesuch bei der OOO schattdecor in Tschechow erlebten die Alumni, wie das mittelständische Unternehmen aus Oberbayern vor den Toren Moskaus in einem modernen Werk Furnierfolien produziert und die Chancen des russischen Marktes erfolgreich nutzt. Ein zünftiges Schaschliki-Grillen auf Einladung des Unternehmens wurde zum gelungenen Abschluss der Werksbesichtigung. Bei russischen Köstlichkeiten und bayerischem Hefeweizen wurde viel gelacht und ausgiebig diskutiert.

Mit einer Dampferfahrt auf der Moskva, bei der sich die russische Hauptstadt aus ungewöhnlicher Perspektive präsentierte, ging ein gelungenes Alumni-Treffen zu Ende.